“Einen tragischen Helden, der den Sieg quasi auf der Ziellinie verschenkte, umjubelte Sieger und begeisterte Zuschauer. Die vierte Tour d’Energie von den Terrassen bot alles, was Sport so lebens- und erfahrenswert macht. So verwunderte es kaum, dass sowohl Organisatoren als auch Radsportler und Zuschauer mit der Sonne um die Wette strahlten.”
So titelte das Göttinger Tageblatt…..
Am Anfang des bis dato größten Tages in meiner sportlichen Karriere stand 6 Uhr aufstehen, da wir bis 9 Uhr in Göttingen unsere Startunterlagen habgeholt haben mussten. Nach pünktlicher Ankunft in Göttingen bekamen wir auch ohne großes Anstehen die Unterlagen und begaben uns zum Frühstück.
Das Frühstück war wie auch im letzten Jahr sehr gut. Der Umfang war klasse. Es gab alles was das Herz begehrt. Nach 2 Brötchen ein wenig Ei und Schinken beendete mein Gewissen den Hunger.
Mit dem montierten Rad ging es zum kurzen Einfahren am Berg. 30 Minuten vor dem Start standen wir dann in der Startaufstellung (ich hatte das Glück, im letzten Jahr schon teilgenommen zu haben, somit konnte ich im ersten Block starten)
Es hat mich Überrascht, dass nicht gleich nach der neutralisierten Phase “Gas” gegeben wurde um das Feld zu sondieren…
Irgendwann kamen wir dann zum Berg – dem hohen Hagen
Hier wurde die Belastung dann deutlich gesteigert, wodurch dann diverse Fahrer abreißen lassen mussten (unter anderem auch ich
)
Die Gruppe, die abreißen lassen musste, hat dann aber gut zusammen gearbeitet und ist dann unter Andrem wieder an die Führungsgruppe heran gefahren. Nach einer kurzem Gespräch mit einem streckenkundigem Mitfahrer wurde mir dann Bestätigt, dass es jetzt nur noch falch bis ins Ziel geht (zu meiner Freude – das Schwerste war überstanden
)
Bevor wir das Göttinger Ortseingangschild passierten wurden schon diverse Angriffe gefahren (interessant dabei ist, dass wenn ein Angriff gefahren wurde immer von hinten gerufen wird “RECHTS” oder auch “LINKS” – kannte ich so noch nicht)
In Göttingen wurde das Tempo dann widerrum gesteigert. Nach eine kurzen Kurve waren wir dann schön überraschender Weise auf der Zielgeraden. Leider konnte ich deshalb den Sprint nicht im Unterlenker fahren.
Die Aufregung zum Sprint war enorm. Kurz vor dem Zielstrich riss dann der Lokalmatador die Arme zum Jubel hoch und wurde dadurch langsamer. Er berührte noch meinen Helm beim Jubel und ich zog knapp an ihm vorbei. Im Ziel wusste ich dann nicht genau, ob ich es dann gepackt hatte….
Deshalb ging es fix zum Wagen der Zeitnahme wo mir dann bestätigt wurde, dass ich der Sieger sei.
EIN GEILES GEFÜHL!!!
Fazit des Tages:
Anreise ohne Erwartungen – Am Ende der Sieg. Mein erstes Interview fürs Radio und das erste gelbe Trikot.
Einfach ein perfekter Tag!
hier noch ein paar Impressionen aus der Presse:
Auszug aus dem Göttinger Tageblatt:
Die Rolle des tragischen Helden hatte der Weender Jan Niclas Große inne. Der Radsportler des Tuspo Weende raste am Kopf einer Gruppe um den Sieg über die 85-Kilometer-Strecke. „Ich habe mich super gefühlt, meine Beine waren gut. Ich wollte es dann zu schön machen und bin dafür bitter bestraft worden“, seufzt der 18-Jährige. Im Gefühl des sicheren Sieges riss Große gut zehn Meter vor dem Überqueren der Ziellinie bereits die Arme hoch, nicht wissend, dass rechts hinter ihm Tilo Breuer nur auf diese Situation wartete. „Ich habe nur nach links geschaut und den Fehler begangen, rechts nicht zugemacht zu haben. Das wäre mein erster richtiger Sieg gewesen“, sagt Große. Aufmunterung in diesen bitteren Minuten erhielt er von seinem Team-Kollegen Sebastian Heine: „So etwas passiert selbst Profis. Wie zum Beispiel Eric Zabel im Jahr 2004 beim Rennen Mailand – San Remo.“
2:13.03,496 Stunden benötigte Breuer, für die 85 Kilometer, Große kam nach 2:13.04,137 ins Ziel. Aufgrund des Tour-d’Energie-Sieges bekam Breuer auch das Gelbe Trikot des acht Rennen umfassenden German-Cycling-Cups für ambitionierte Radsportler verliehen. Das Göttinger Jedermann-Rennen war nach der Absage des Auftaktrennens in Köln das erste Rennen der vom Bund Deutscher Radfahrer (BDR) und dem Verband Deutscher Radrennveranstalter (VDR) durchgeführten Rennserie.
Artikel beim German-Cycling-Cup:
Strahlender Sonnenschein und strahlende Gesichter gab’s beim zweiten Lauf zum German Cycling Cup in Göttingen. 1.850 Teilnehmer wurden am Sonntag, 27. April 2008 im Ziel fast wie Profis empfangen und durften sich zu Recht alle als Sieger fühlen. Zwei Distanzen, über 42 Kilometer und über 85 Kilometer, standen auf dem Programm.
Die 42-Kilometer-Distanz gewann bei den Frauen Annika Grueber in 1:08:42 Stunden vor Sylvia Stabel und Stephanie Hahn. Das Herren Klassement entschied Gerhard Hack in einer Gesamtzeit von 1:06:36 Stunden für sich, gefolgt von Stefan Arndt und Heiko Reski.
Beim Rennen über 85 Kilometer gewann Manuela Haverkamp-Roisch in 2:20:48 Stunden die Frauen-Wertung und verwies Reni Scheeben und Katja Hernold auf die Plätze. Da das erste GCC-Rennen in Köln am Ostermontag wegen Schneefalls ausfallen musste, sind die Sieger aus Göttingen auch gleichzeitig die Führenden in der Gesamtwertung des German Cycling Cups.
Bei den Herren freute sich Jan Niclas Große den Bruchteil einer Sekunde zu früh. Während er die Arme hochriss konnte sich Tilo Breuer mit einem fulminanten Schlussantritt noch vorbeischieben. Er gewann in 2:13:03 Stunden. Dritter wurde Thomas Kapuste. Alle Ergebnisse und den Gesamtstand des German Cycling Cups finden Sie auf dieser Website unter “Ergebnisse“.
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27. April 2008 Filed under:
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